Jan Doležel

 

Künstlerischer Leiter 

 

Jan Doležel (*1984 in Pilsen) wird von Publikum und Fachkritik gleichermaßen für seine souveräne Beherrschung des Instrumentes, seine Registrierkunst und sein ausgeprägtes Spiel geschätzt. Mit seiner Fähigkeit, musikalische Spannung zu bilden und mit seinem Sinn für Dramatik hat er wiederholt das Publikum in mehreren europäischen Ländern begeistert.

 

In seiner intensiven Konzerttätigkeit legt Jan Dolezel großen Wert auf Aufführungen von aussagekräftigen und wenig gespielten Kompositionen. Weitere Kennzeichen seiner Konzerte sind wirkungsvoll zusammengestellte Programme und Aufführungen ganzer zyklischer Werke.

 

Zu seinen jüngsten Erfolge zählt z.B. sein Reger-Konzert beim Rheingau Musik Festival, das von der Presse als "Glanzpunkt des Rheingau Musik Festivals" bezeichnet wurde.

 

Im Jahr 2015 hatte Jan Doležel eine szenische Aufführung des Zyklus "Apparatus musico-organisticus" von Georg Muffat auf dem Programm, für das er das Drehbuch geschrieben und die Regie und den Orgelpart übernommen hat.

 

Im Jahr 2016 spielte er in seinen Konzerten alle wichtigen Orgelwerke von Max Reger und das gesammte Orgelwerk des in Vergessenheit geratenen deutschen Komponisten Heinrich Kaminski.

 

Beliebt sind seine Programme mit tschechischer Orgelmusik, die er in seinen Konzerten oft und gerne spielt.

 

Jan Doležel studierte Musik in Pilsen, Prag, Lübeck und Würzburg. Er ist Preisträger bei mehreren Wettbewerben (darunter ION 2013) und war Stipendiat des Evangelischen Studienwerkes.

 

Seit 2012 unterrichtet er Orgel an der Hochschule für Musik in Würzburg. 

 

www.jandolezel.com


Prof. Christoph Bossert

Christoph Bossert wurde 1957 in Schwäbisch Hall geboren. Besuch der evangelisch-theologischen Seminare in Maulbronn und Blaubeuren. 1978 Studium an der Musikhochschule Stuttgart: Werner Jacob, Orgel, Kenneth Gilbert, Cembalo, Ulrich Süße und Helmut Lachenmann, Komposition. Intensive Studien folgten insbesondere bei Luigi Ferdinando Tagliavini in Fribourg/Schweiz in den Fächern Orgel, Cembalo und Musikwissenschaft.

 

Zahlreiche Auszeichnungen, so unter anderem 1. Preis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg (Johann-Pachelbel-Preis, 1979), Preisträger der Rotary-Stiftung Stuttgart (1981), Stipendien durch Studienstiftung des deutschen Volkes und das Land Baden-Württemberg, Preisträger der Lili Boulanger Memorial Fund. Inc. Boston (1989), Ivan-Lucacic-Preis Varazdin/Kroatien (1992), Ernennung zum Kirchenmusikdirektor (1998).

 

Lehrtätigkeit: Musikhochschule Stuttgart (1987-1991), Hochschule für Kirchenmusik Esslingen (1987-1992), Professur für Orgel und Leiter der Studienkommission evang. Kirchenmusik an der Musikhochschule Trossingen (seit 1991). Seit April 2007 Professor für Orgel und Kirchenmusik an der Hochschule für Musik Würzburg.

 

Intensive Konzerttätigkeit in ganz Europa sowie Nord- und Südamerika, Japan und Korea. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- und CD-Produktionen (Labels unter anderem Intercord / EMI, ARS MUSICI, ORGANUM-Musikproduktion). Juror in internationalen Wettbewerben. Autor zahlreicher musikwissenschaftlicher Studien; Kompositionsaufträge durch Rundfunkanstalten und renommierte Festivals. Gestaltung von Rundfunk-Sendereihen über J.S. Bach, Das Wohltemperierte Klavier Teil II und Max Reger, das Orgelwerk. Berater international bedeutsamer Orgelbauprojekte wie beispielsweise der Total-Rekonstruktion der Johann-Andreas Silbermann-Orgel Villingen 1752.

 

Intensive Auseinandersetzung mit den historisch gewachsenen Klangstilen der europäischen Orgellandschaften, insbesondere im ehemals deutschsprachigen Kulturraum. Initiator des Prozesses "Die Orgel als Europäisches Kulturgut" zur Rettung und Erhaltung historischen Orgelerbes im östlichen Europa. Hauptinitiator des von der Europäischen Gemeinschaft seit Oktober 2005 geförderten EU-Projekts „OrganExpert“ zur Entwicklung und Erprobung eines neuen Master-Studienganges (Master of Arts), in dem künstlerische, wissenschaftliche und handwerkliche Ausbildung zum Orgelsachverständigen gelehrt wird. Initiator internationaler Veranstaltungen für Neue Orgelmusik an der Musikhochschule Trossingen. Mitinitiator der John-CageStiftung Halberstadt.

 

Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Universität Cluj-Napoca (Klausenburg) 2003. Künstlerischer Leiter der Internationalen Max-Reger-Biennale Giengen/Brenz.

 

www.christophbossert.de


Magdalena Meister

Georg Muffat - Apparatus musico-organisticus beim Orgelherbst Obereisenheim 2015
Georg Muffat - Apparatus musico-organisticus beim Orgelherbst Obereisenheim 2015

Magdalena Meister, geb. 1989, war bereits während ihrer Schulzeit Jungstudierende im Fach Orgel an der Hochschule für Musik in Nürnberg (Sigrid Wildt, Prof. Markus Willinger). In dieser Zeit war sie auch Organistin an St. Jobst.

 

Nach dem Abitur studierte sie evangelische Kirchenmusik in Würzburg (Orgel: Prof. Christoph Bossert, Chorleitung: Prof. Jörg Straube) und legte im Frühjahr 2015 das B-Diplom ab.

 

Im Studienjahr 2011/2012 bekam sie ein Stipendium von Erasmus Socrates für einen einjährigen Studienaufenthalt bei Prof. László Fassang an der Franz-Liszt-Musikhochschule in Budapest. Dort lernte sie zusammen mit den führenden Orgelbauern des Landes Organologie bei Dr. Balázs Szabó.

 

Seit ihrer Kindheit beschäftigt sie sich ebenfalls mit theologischen Themen und leitete an der Hochschule für Musik Würzburg die Tutorien in den Fächern Liturgik, Hymnologie und Bibelkunde.

 

Ihr Können im Fach Orgel erweiterte sie außerdem bei verschiedenen Meisterkursen, u.a. mit Prof. Christoph Bossert, Prof. Ewald Kooiman, Prof. Wolfgang Zehrer, Prof. László Fassang und bei unzähligen Orgelstudienfahrten. Außerdem ist sie ständige Registrantin des Organisten Jan Dolezel und vertieft dadurch den Umgang mit unterschiedlichen ästhetischen Klangkonzepten des Instrumentes Orgel.

 

Nach der künstlerischen Ausbildung erwirbt Magdalena Meister nun medizinisches Wissen im dualen Studiengang Logopädie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg.


Martin Sturm

Martin Sturm, geboren 1992, begann mit seinen musikalischen Aktivitäten in frühester Kindheit. Er ist der Gewinner des 50.Internationalen Orgelwettbewerbes für Improvisation St.Albans 2013 und wurde dort mit dem Tournemire-Preis ausgezeichnet. Ebenso war er Finalist des Internationalen Orgelwettbewerbes für Improvisation Luxemburg „Orgel ohne Grenzen“ 2011.

 

Er ist Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes und studiert derzeit an der Hochschule für Musik Würzburg bei Prof. Christoph Bossert. Als Tutor unterrichtet er dort die Fächer Improvisation und Liturgisches Orgelspiel.

 

Seine vielseitige Konzerttätigkeit ist gekennzeichnet von einem umfangreichen Schaffen in den Bereichen der Improvisation, Interpretation und Komposition.

 

Grundlage seiner Arbeit mit musikalischen und künstlerischen Elementen sind die Theologie und die Philosophie. Bereits in den Jahren 2005-2007 war er Preisträger des Kompositionswettbewerbes der „Jeunesses Musicales Deutschland“. 2012 schrieb er sein Choralvorspiel „Wir glauben all an einen Gott“ im Auftrag des bekannten „John Cage Projekt Halberstadt“.

 

2007 gründete er das „The Walking Stick Jazz Ensemble“, welches ein besonderes Interesse am Zusammenspiel mit dem Instrument Orgel pflegt in der steten Suche nach neuen klanglichen und musikalischen Strukturen. Unter seiner Leitung fanden in den vergangenen Jahren etliche Aufführungen zeitgenössischer Kammermusik und Chor- und Orchesterwerke rund um den Komponisten J. S. Bach statt. Er ist ebenso Initiator von Restaurierungsprojekten einiger wichtiger historischen Orgeln des ostbayerischen Raumes.

 

www.martinsturm-online.de


Dr. Balázs Szabó

Als vielseitiges Talent und Preisträger bedeutender Wettbewerbe hat sich Balázs Szabó in der Orgelwelt einen Namen gemacht.

 

Sein Studium absolvierte er in Budapest, Würzburg, Trossingen und Rom. Im Jahr 2007 gewann er den  Premier Prix in St. Maurice in der Schweiz, 2009 den Grand Prix und Prix Spécial im  französischen Biarritz.  2011 erhielt er den 1. Preis bei der 60. Internationalen Orgelwoche ION Musica Sacra in Nürnberg ,  das älteste und größte Festival für geistliche und Orgelmusik. 2010 wurde ihm der Niveaupreis der Stadt Miskolc und der Junior Prima Award verliehen.

 

2011 erfolgte die Berufung an die Musikuniversität Ferenc Liszt als Leiter des neuen Studienfaches  Organologie.

 

Während seiner Studienzeit absolvierte er zahlreiche Meisterkurse. Die entscheidenden künstlerischen Impulse erhielt er  von Prof. Dr. h. c. Christoph Bossert, in dessen Klasse er 2010 die Meisterklasse für Orgel abgeschlossen hat.

 

In seinem Spiel, das sich an der originalen Klangwelt der einzelnen Epochen orientiert, verbinden sich dramatisch-tiefer Ausdruck und virtuos-technische Brillanz.  Als Tasteninstrumenten-Spezialist übt er neben seiner Organistenlaufbahn eine rege Konzerttätigkeit als Pianist und Cembalist aus und ist einer der wenigen Harmonisten, die das Spiel des Mustelschen Kunstharmoniums  virtuos beherrschen.

 

Parallel zur Meisterklasse absolvierte er den »Internationalen Masterstudiengang OrganExpert«, seither ist er auchals Orgelsachverständiger europaweit gefragt. Durch Selbststudium hat er die Restaurierung von Kunstharmonien erlernt, so konzertiert er europaweit auf den von ihm restaurierten Harmonien aus seiner umfangreichen Instrumentensammlung.

 

www.organist.hu


Konzerte 2018

 

Sonntag, den 23.9. um 11:00 Uhr

Sonntag, den 28.10. um 17 Uhr

Sonntag, den 11.11. um 17 Uhr

Sonntag, den 2.12. um 17 Uhr

Immer mit frischem Atem:

 

Damit der Klang der Obereisenheimer Orgel schön entspannt bleibt, wird in allen Konzerten ohne Motor gespielt.

 

Der Balg wird in allen Konzerte von einem Kalkanten getreten.


Nach jedem Konzert sind Sie herzlich zu einer Bewirtung in angenehm warmen Räumlichkeiten im Gemeindehaus eingeladen!

 

Die Kirche wird für die Konzerte auf angenehme 12 Grad geheizt!

Fotos: © Marion Beck-Winkler

Eine Konzertreihe der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Obereisenheim >>